Begriffserklärung Negative Kalorien

Der Begriff negative Kalorien oder auch Minuskalorien ist im Rahmen einer Theorie entstanden, nach der der menschliche Organismus für die Verdauung bestimmter Lebensmittel mehr Energie verbraucht, als durch diese Lebensmittel selbst zugeführt wird. Von den Verfechtern dieser Theorie werden beispielsweise Gemüsesorten wie Porree, Kohl oder auch Petersilie genannt und es gibt mittlerweile auch Diätprogramme, die auf diesen angeblichen Effekt der negativen Kalorien setzen.

Das Problem ist, dass der menschliche Verdauungsapparat leider nicht so einfach funktioniert, wie hier suggeriert wird. Einerseits lässt sich der Körper leider nicht so einfach überlisten - Nahrungsmittelbestandteile, die sich nicht effektiv verwerten lassen, werden nämlich ganz einfach unverdaut ausgeschieden. Auf der anderen Seite ist eine Bewertung von Lebensmitteln allein nach dem Brennwert bzw. der Kalorienzahl zu kurz gegriffen. Der menschliche Verdauungsapparat funktioniert nun mal nicht so einfach wie ein Kachelofen - wie genau, darüber streiten die Experten leider immer noch. Fakt ist jedoch, dass hinter dem Begriff „Negative Kalorien“ weniger eine fundierte Theorie als vielmehr Marketing steckt, dass vor allem den Verkauf von Diät-Büchern ankurbeln soll.
 
zurück zur Übersicht Begriffe