Unsere Diät-Bewertung:
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2 von 4 Sternen

Abnehmen mit Trennkost-Diäten

Trennkost-Diäten gibt es mittlerweile in sehr vielen verschiedenen Variationen - kein Wunder schließlich gab es die erste Trennkost-Diät bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Ur-Diät wurde vom amerikanischen Arzt Dr. Howard Hay erfunden und etabliert. Alle heutigen Trennkost-Variationen gehen auf diese ursprüngliche Variante zurück, wobei diese eigentlich zur Heilung von Krankheiten und nicht zur Gewichtsreduktion dienen sollte.

Die Idee hinter der Trennkost ist die Trennung von kohlenhydratreichen, eiweißreichen und neutralen Lebensmitteln. Das heißt kohlenhydratreiche, säurebildende Lebensmittel dürfen nicht mit eiweißreichen und damit basenbildenden Lebensmitteln zu einer Mahlzeit kombiniert werden. Grund für diese Trennung ist die unterschiedliche Verarbeitung dieser Lebensmittel im menschlichen Verdauungssystem. Die Trennung soll daher den Körper bei der Nahrungsverwertung unterstützen und die Verdauung erleichtern. Gleichzeitig soll diese Ernährungsumstellung eine Gewichtsreduktion bewirken.

Umsetzung einer Trennkost-Diät

Die Umsetzung einer Trennkost-Diät sieht in der Praxis eine sehr genaue Trennung der Nahrungsmittel vor. Es werden dabei drei verschiedene Gruppen unterschieden: Erstere dürfen nicht mit den eiweißreichen Lebensmitteln kombiniert werden (natürlich auch umgekehrt nicht), beide dürfen jedoch zusammen mit neutralen Lebensmitteln verzehrt werden.

Dauer und Schwierigkeitsgrad:

Je nach Trennkost-Variante ist die Dauer der Diät nicht vorherbestimmt - es gibt Varianten die lediglich einen "Trennkosttag" vorsehen, andere Varianten gehen von einer langfristigen Ernährungsumstellung aus. Die Schwierigkeit ist bei dieser Diät sehr hoch, da eine vollkommene Umstrukturierung der Essgewohnheiten vorausgesetzt wird.

Bewertung und Kommentar

Trennkost-Diäten sind vom Grundgedanken her eigentlich keine Diäten zum Fettabbau, sondern eine Ernährungsumstellung zur Heilung von Krankheiten. Betrachtet man dabei die Kernaussagen die für diese Ernährungsumstellung sprechen sollen (Verwertbarkeit einzelner Nahrungsmittel zueinander), so gibt es mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Belege die gegen eine Trennung kohlenhydratreicher und eiweißreicher Nahrungsmittel sprechen.

Die Praxis sieht eine grundlegende Änderung der Ernährungsgewohnheiten vor, es muss sehr auf die einzelnen Nahrungsbausteine geachtet werden. Die Praxistauglichkeit ist darum kaum gegeben - ganz abgesehen vom Sinn und Zweck der Trennung bestimmter Nahrungsmittel (im Hinblick auf die Gewichtsreduktion).

Der einzige Pluspunkt dieser "Diät" liegt in der Tatsache, dass man sich bei der Durchführung dieser Ernährungsumstellung vertieft in die Materie der Nahrungsmittel-Zusammensetzungen (sprich: Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette, Ballaststoffe usw.) einlesen muss und dadurch ein stärkeres Bewusstsein für Nahrungsmittel entsteht.

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